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Braunes Haus Jena: Solidarität ist eine Waffe | Geschrieben am 02.03.2010 unter "Aktuelles" | Als im Jahre 2002 Aktivisten in Jena eine alte Gaststätte per Mietkauf erwarben, war eigentlich schon klar, dass das System alle Möglichkeiten ausschöpfen würde, um diesen nationalen Freiraum unattraktiv zu machen. Während man anfänglich noch versuchte, den Mietkauf mit allen möglichen Tricks rückgängig zu machen, verfiel man über die Jahre zwangsweise in stille Akzeptanz. Das Objekt wurde weit über die Grenzen von Jena und Thüringen als sogenanntes „Braunes Haus“ bekannt, obgleich man sich für die „kreative“ Namensgebung beim politischen „Gegner“ bedanken muß. Die konzeptionelle Ausrichtung war von Anfang an die eines nationalen Wohn- und Schulungsobjektes, was das Objekt auch zu jeder Zeit war. Mit viel Mühe, Idealismus und wenig Geld begann man nötige Umbaumaßnahmen durchzuführen. So wurden nach und nach Zimmer nutzbar gemacht, ein Klubraum und ein Proberaum für die regionale Jugend geschaffen, um so diesen Freiraum angemessen zu nutzen. 2008 begann man dazu überzugehen, Schulungen und Vorträge, welche vorher nur intern beworben wurden, öffentlich anzukündigen und durchzuführen. Dies führte dazu, dass neben den üblichen Gästen auch immer öfter Jenaer Bürger Vortrags- und Liederabende besuchten und dadurch die Akzeptenz des durch die Stadt und Antifagruppen verteufelten „Braunen Hauses“ stieg. Vermutlich ist in dieser Tatsache auch der Grund zu suchen, weshalb die Stadt aufgrund vermeintlicher bautechnischer Mängel sich seit Bestehen des Wohn- und Schulungsprojektes erstmalig im Mai 2009 Zutritt zum Haus verschaffte und bei dieser Gelegenheit versuchte, auch der politischen Polizei einen Blick in die „heiligen Hallen“ zu verschaffen. Im weiteren Verlauf wurde schließlich die Nutzung des Objektes für Veranstaltungen untersagt, da angeblich statische Mängel vorhanden wären, die jedoch so im Nachgang nicht bestätigt wurden. Als dann trotz des Veranstaltungsverbotes im Haus, der Garten für weitere Veranstaltungen genutzt wurde, schienen bei den Verantwortlichen der Stadt Jena die Sicherungen durchzubrennen. Man räumte, trotz der Tatsache, dass kein Mieter mehr das Haus bewohnte, das Objekt und versiegelte es. Diese Versiegelung hält bis dato an, weil neben einem Bauantrag noch verschiedene Gutachten erstellt werden müssen. Wie schwierig sich die Situation gestaltet, wenn man nur unter Aufsicht von zwei Vertretern des Bauamtes und polizeilicher Unterstützung das Haus betreten darf, sollte eigentlich ersichtlich sein. Zwischenzeitlich ist man jedoch schon relativ gut vorangekommen und wird in absehbarer Zeit die letzten fehlenden Unterlagen einreichen können. Ab dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, dass man das nationale Wohn- und Schulungsobjekt wieder betreten darf, um die als notwendig verfügten Reparaturen durchzuführen.
Dass in solchen Fällen nationale Solidarität immer eine wirkungsvolle Waffe ist, haben die Aktivisten vor Ort schon deutlich bewiesen. Denn anstatt sich über die Wintertage ein warmes und gemütliches Plätzchen zu suchen und seine politischen Aktivitäten dort vorzubereiten, setzte man alles daran, ein großes Zelt zu organisieren und trifft sich weiterhin im Garten des 2002 geschaffenen Freiraums. Selbst die extrem niedrigen Temperaturen, welchen wir diesem Winter ausgesetzt waren und vielleicht noch sein werden, änderten daran nichts. Des Weiteren organisierte man eine Solidaritätsauktion, um die hohen Kosten für Anwälte, Statiker, Bauingenieure und sonstiges Fachpersonal wenigstens etwas einzudämmen.
Wenn sich nun die Türen zum nationalen Wohn- und Schulungsobjekt bald öffnen werden, wird auch wieder nationale Solidarität gefragt sein. Denn was die Aktivisten vor Ort neben Fachkräften aus dem Elektronikbereich und der Zimmermannszunft benötigen, ist in erster Linie Material um die geforderten bautechnischen Anordnungen umzusetzen.
Möchtest auch Du den Kameraden in Jena helfen und unsere größte Waffe ausspielen, dann zeige auch Du, dass nationale Solidarität mehr ist als nur ein Wort, und unterstütze die Aktivisten vor Ort den geschaffenen Freiraum zu erhalten und auszubauen. Mehr Informationen zum Objekt gibt es unter www.jenaische-str.de. Spenden sind gerne gesehen und hierfür bietet man folgende Möglichkeiten:
Per Post:
Hausgemeinschaft „Zu den Löwen“
Jenaische Str.25
07747 Jena
Per Überweisung:
Ralf Wohlleben
Kontonummer: 26 15 80
Bankleitzahl: 830 530 30 (Sparkasse Jena)
Zweck: Spende fürs Haus
Per Paypal:
hausgemeinschaft@jenaische-str.de | |
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